Basisfakten zu der Route Nr.: 990
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Region:   Karwendel
Tour:   Wandern
Gipfel / Ziel:   Totenfalk
Höhe:   2131 m
Ausgangspunkt:   Hinterriß
Endpunkt:   Hinterriß
Datum:   03.10.2010
Personenanzahl:  1

Totenfalk - Aufstiegsrinne (re. der markante Turm), es ist steiler als das Bild vermittelt !
Totenfalk - Auf dem nördl. Gipfelpunkt
Totenfalk - Ein Stück des Verbindungsgrates (vom nördl. Gipfelpunkt aus gesehen)
Aufstiegsrinne (re. der markante Turm), es ist steiler als das Bild vermittelt ! Auf dem nördl. Gipfelpunkt Ein Stück des Verbindungsgrates (vom nördl. Gipfelpunkt aus gesehen)


Hütten-Info:

Stützpunkt:   keiner Höhe:  
Type:  

Beschreibung:
(offen, nur mit Schlüssel, Zustand, Belegung usw.)




Die Route mit eigenen Worten:

Für die Richtigkeit der Angaben bzw. für Unfälle aufgrund fehlerhafter Beschreibungen kann keine Haftung übernommen werden!

Routen-
Beschreibung:

Der Totenfalk ist der kleinste Gipfel aus
der Falkenschar (wenn man den Mahnkopf mal
aus der Rechnung nimmt). Er wird nicht
allzu beliebt sein; der Aufstieg zu ihm ist
mühsam, die Sicht von ihm nach Süden und
Westen ist eingeschränkt, wozu also sollte
man sich da hinaufquälen ? Vielleicht wegen
der Abgeschiedenheit und Ruhe, die das
gesamte Falkenkar nebst der felsigen
Umrandung bietet, oder aber wegen der
Neugier, die einen schon seit Jahren packt.
Also auf ins einsame Falkenkar,von Hinterriß
mit dem Rad bis zur Haarnadelkurve der
Forststraße, dort Drahtesel parken. Der Weg
durch`s Falkenkar ist schon oft beschrieben
worden und es gibt genügend Trittspuren und
Steinmänner. Im ob. Falkenkar angekommen,
erkennt man in der untersten Westflanke des
Totenfalks zwei Gamswechsel, wovon der
untere als Aufstiegshilfe in Anspruch
genommen wird. Als Richtschnur für den
weiteren, weglosen Aufstieg dient der
massige, hervorstehende Felsturm zwischen
Turm- u. Totenfalk, die Scharte direkt
links daneben ist das nächste Ziel.
Auf dem Gamswechsel also nach Norden, unter
einer kleinen, aber steilen Wandstufe
hindurch, worauf die Spuren nach rechts
(Osten) führen und ansteigen. Das Gelände
ist schrofig und z.T. grasdurchsetzt, man
kann entweder gerade ostwärts oder halb
rechts in einer grasdurchsetzten Rinne
aufsteigen (beides bis II, brüchig) und
erklimmt einen kleinen, grasigen Balkon
an einem Latschenfeld. Links der Latschen
zieht nun eine Rinne am dominanten,
vorstehenden Turm vorbei bis fast zur o.g.
Scharte. In ihr oder auf grasdurchsetztem
Rücken links davon bis zur Scharte hinauf,
oben im Schutt sehr mühsam, aber ohne echte
Schwierigkeiten (ab u. zu Steinmänner - auch
neue ! - und Trittspuren).
Eigentlich ist man hier fast schon am Ziel,
der Gipfel (zumindestens der höchste Punkt)
ist einen Steinwurf entfernt und leicht am
Grat Richtung Norden zu erreichen. Fast ein
bißchen zu einfach, das Ganze; stellt man in
Rechnung, dass Laliderer u. Risser Falk
weniger schwierig sein sollen, so kommen
einem Zweifel. Es sei denn, der vom höchsten
Punkt sichtbare nördliche Gipfel (auch mit
einem großen Steinmann versehen) sollte der
echte sein (ist aber deutlich niedriger).
Dazwischen liegt jedoch ein grimmiger Grat,
sehr brüchig und ausgesetzt. Auf ihm ist es
zu heikel, auf der Ostseite dagegen bietet
sich 5-10Hm tiefer ein Quergang unter den
gefährlichen Stellen als Alternative an,zwar
auch ziemlich ausgesetzt, aber mit guten
Tritten und Griffen. Man gelangt so bis zur
tiefsten Einschartung zw. höchsten Punkt u.
nördl. Gipfel. Hier wieder auf dem Grat und
in ausgesetzter,aber schöner Kletterei(II+)
zum Steinmann des Nordgipfels. Es gibt kein
Gipfelbuch o.ä., aber der Rundumblick ist
besser als gedacht (vor allem nach Südosten
mit Sonnjochkamm und dahinter sichtbarem
Alpenhauptkamm). Auf gleicher Strecke wieder
zurück, Gesamtzeit von u. nach Hinterriß 8h.


Verhältnisse
am Tag der Tour:
(Wetter, Temperatur, Schneehöhe...)

Sonnig, föhnig, angenehme Temperaturen um 20°C, schwach windig, trocken. Die Tour ist nicht empfehlenswert bei Nässe oder auch unbeständigem Wetter und nur schwindelfreien und sicheren Gehern u. Kletterern anzuraten (insbesondere in Bezug auf die sehr ausgesetzte und heikle Querung zw. den beiden Gipfelpunkten). Ab dem oberen Falkenkar ist das Gelände zudem steinschlaggefährdet; Kletterpassagen erfordern Vorsicht, da das Gestein oft brüchig ist.

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