Basisfakten zu der Route Nr.: 952
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Region:   Karwendel
Tour:   Wandern
Gipfel / Ziel:   Hochkanzel (b)
Höhe:   2575 m
Ausgangspunkt:   Scharnitz
Endpunkt:   Scharnitz
Datum:   03.07.2010
Personenanzahl:  1

Hochkanzel (b) - Ro├člochkamm vom Hochkanzel-Gipfel
Hochkanzel (b) - verrostete Gipfelbuchschatulle
Hochkanzel (b) - Gipfelrast (re. Brantl-, li. Speckkarspitze
Ro├člochkamm vom Hochkanzel-Gipfel verrostete Gipfelbuchschatulle Gipfelrast (re. Brantl-, li. Speckkarspitze


Hütten-Info:

Stützpunkt:   evtl. Kastenalm Höhe:   1220 m
Type:  

Beschreibung:
(offen, nur mit Schlüssel, Zustand, Belegung usw.)




Die Route mit eigenen Worten:

Für die Richtigkeit der Angaben bzw. für Unfälle aufgrund fehlerhafter Beschreibungen kann keine Haftung übernommen werden!

Routen-
Beschreibung:

Teil b Hochkanzel:
Du kletterst weiter, bis der Grat im Nordschwenk zur Ro├člochscharte hin abf├Ąllt, aber hier ist`s schon ersichtlich niedriger. Also wieder zur├╝ck zur f├╝r dein Daf├╝rhalten h├Âchsten Stelle mit dem Steilzacken. Du drehst ein paar Steine um, suchst einen Hinweis, aber nichts zu sehen. Ein Anh├Ąnger von Gipfelkreuzen bist du ja nicht gerade, aber ein liebevoll geschichteter Steinhaufen wie etwa am Risser Falk verleiht einem Gipfel eine gewisse W├╝rde (oder W├╝rdigung). Dein Entschluss, den Steilzacken als Gipfelpunkt zu akzeptieren, steht fest, du genie├čt die Aussicht auf die Umgebung; im S├╝den ganz nah die Bettelw├╝rfe, wundersch├Ân auch die Anordnung im Norden von den Sonnenspitzen bis zur Grubenkarspitze, beeindruckend der Ro├člochkamm mit Ro├člochspitze, pr├Ąchtig die ganz nahe Brantlspitze mit ihrem scharfen Grat.
Auf dem R├╝ckweg an der zweith├Âchsten Stelle im Grat dann doch ein Hinweis; eine alte, angerostete Gipfelbuchschatulle aus verzinktem Stahlblech liegt zwischen ein paar Brocken, kaum auszumachen. Der Deckel fehlt, das Buch nat├╝rlich auch. Die Schatulle steckst du sichtbar in die L├╝cke zweier Steine und kletterst zur├╝ck zur Scharte; ein paar Happen essen und den Wasserhaushalt in Ordnung bringen, denn die Sonne brennt jetzt unerbittlich.
Zur├╝ck geht`s durch den Schnee leichter, du traust dich sogar phasenweise abzufahren. Dann das heikle, aber doch relativ ├╝bersichtliche Felsgel├Ąnde; noch gut im Ged├Ąchtnis, klappt der Abstieg und Ausstieg auf das untere Schneefeld
besser als du zu hoffen wagtest. Die ersten 20Hm im Abstieg im unteren Schneefeld gehst du r├╝ckw├Ąrts wie auf einer Leiter, die Steilheit l├Ąsst keine Alternative, doch dann ├Âffnet sich das Schneefeld weit und breit, die Steilheit wird moderater, das Abfahren zur Schneepfanne ein Fest f├╝r die Knie. Auslaufen hinunter zum Boden, zwischendurch erfrischst du dich am herrlich klaren Wasser an einem Miniwasserfall. Am Fahrrad angelangt triffst du 3 junge Leute, die zum Karl-Schuster-Biwak aufsteigen, die Einsamkeit genie├čen wollen. Das kannst du sofort unterschreiben. Nach insgesamt 9,5h erreichst du Scharnitz, neben Einsamkeit auch ein St├╝ck Abenteuer hinter dir.

Verhältnisse
am Tag der Tour:
(Wetter, Temperatur, Schneehöhe...)

Bis ca. mittags noch ertr├Ąglich, dann br├╝tend hei├č;
(noch) keine Gewittergefahr ,sehr fr├╝her Aufbruch sehr lohnend. Die Altschneefelder in Schneepfanne und Nordflanke sind gut griffig, keine Steigeisen oder Pickel n├Âtig (die Steigeisen w├╝rden im Gegenteil unten zupappen -----------> Rutschgefahr !) Nach frostigen N├Ąchten kann das nat├╝rlich ganz anders aussehen ! Gamaschen w├Ąren beim Abfahren ganz sch├Ân gewesen, aber was sollst du denn noch alles mitschleppen !
Die Schwierigkeiten werden durch die Restschneefelder relativiert (lt. AV-F├╝hrer III), du empfandest es einfacher, musstest aber ab und an deine Nerven im Griff haben.

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