Basisfakten zu der Route Nr.: 809
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Region:   Wetterstein
Tour:   Klettersteig
Gipfel / Ziel:   Alpspitze -├ťberschreitung-
Höhe:   2628 m
Ausgangspunkt:   Bergstation Osterfelderkopf, 2030m
Endpunkt:   Bergstation der Zugspitzbahn, ca. 2950m
Datum:   07.10.2009
Personenanzahl:  2

Alpspitze -├ťberschreitung- - die Alpspitze von Norden
Alpspitze -├ťberschreitung- - Abstieg zum Jubil├Ąumsgrat
Alpspitze -├ťberschreitung- - Blick zur├╝ck zum Alpspitz- SW - Grat
die Alpspitze von Norden Abstieg zum Jubil├Ąumsgrat Blick zur├╝ck zum Alpspitz- SW - Grat


Hütten-Info:

Stützpunkt:   Keiner(unterwegs) Höhe:  
Type:  

Beschreibung:
(offen, nur mit Schlüssel, Zustand, Belegung usw.)
Ausk├╝nfte ├╝ber Betriebszeiten, Wetter-, Schneezustand ├╝ber: 08821/797979
Au├čerdem: www.zugspitze.de



Die Route mit eigenen Worten:

Für die Richtigkeit der Angaben bzw. für Unfälle aufgrund fehlerhafter Beschreibungen kann keine Haftung übernommen werden!

Routen-
Beschreibung:

P unten auf dem gro├čen P bei der Alpspitz-Seilbahn.
Leider f├Ąhrt die erste Bahn erst um 8.30 Uhr, das ist normalerweise f├╝r eine Unternehmung dieser Preisklasse, v.a. zu dieser Jahreszeit viel zu sp├Ąt.
Gasgeben und gute Zeiteinteilung ist mehr als angesagt.
Die Bergfahrt kostet 15,50 Euro, die Talfahrt von der Zugspitze dann 26,50, somit ist der Jubigrat mit komplett 42 Euro ein nicht gerade billiges Vergn├╝gen, zumal man ja f├╝r's Gehen selber von der Gemeide Garmisch kein Geld erstattet bekommt.

Ist man oben angekommen bei der Bergstation Osterfelderkopf, mu├č man erst mal die unvermeidliche Alpspitz-Ferrata "├╝berwinden".
Jeder hat von diesem, mit 4765766020 Klammern gesicherten und h├Âllisch abgespeckten Steig seine eigene Meinung, f├╝r mich ist dieser Anstieg einfach nur grauenhaft.
Aber es soll ja auch Leute geben, die nur wegen diesem Steig eine Tour einplanen, wie auch immer....

Also, der Spa├č f├Ąngt am Gipfel der Alpspitze erst so richtig an.
Man kraxelt den leichten SW-Grat der Alpspitze runter zur Grie├čkarscharte(2463m).
Es ist nette Kraxelei im ersten Grad, verbla├čt bezeichnet.
Dann geht's wieder hoch(WW Jubigrat/nur f├╝r Ge├╝bte) zum Felseck beim Hochblassen.
Hier beginnt die gesicherte Passage etwas abzufallen, bevor man zu eigentlichen Grat gelangt.
Am Grat angelangt, stellt man fest: es ist eine "ganz sch├Âne Meile" r├╝ber zur Zugspitze, die letzte Talfahrt geht um 16.30 Uhr.
Kein allzugro├čes Zeitfenster also, Gasgeben ist nun angesagt, eine ├ťbernachtung war ausgeschlossen, f├╝r eine gem├╝tliche Gipfelrast wird die Zeit wohl nicht reichen.

Die weiteren Stationen sind: Vollkarspitze(2618m)-├Ąu├čere H├Âllentalspitze(2720m)-mittlere H├Âllentalspitze(2743m)-innere H├Âllentalspitze(2737m)-Zugspitzgipfel(2963m).

Man folgt im wesentlichen immer dem Grat, der auch bez. ist, aber nicht immer eine durchgehende gute Markierung besitzt.
Guter Orientierungsinn und ein gutes Auge sind immer gefragt auf dieser Runde.
Bei der ├ťberkletterung der Vollkarspitze wird's zunehmend senkrecht im Abstieg, ein Klettersteigset zum Sichern ist hier durchaus recht sinnvoll.
Ausrutschen sollte man in dieser senkrechten Passage nicht, sonst war's die letzte Grattour....
Da wir kein SET dabeihatten, war beherztes Zupacken angesagt.
Diese Passage ist meiner Meinung nach die anspuchsvollste der ganzen Tour.
Raufklettern ist hier sicherlich sch├Âner, wie runter.
Weiter dann leichter im Bereich der Biwakschachtel(2684m), bevor der weitere und letzte Abschnitt noch einmal die volle Konzentration von einem fordert.
Ankunft auf dem Zugspitzgipfel dann kurz vor 16.00 Uhr.
Das reicht noch f├╝r eine kleine Brotzeit, bevor man die Talfahrt um 16.30 Uhr antritt.

Fazit: Ein Gratklassiker, lang, Konditionelle Reserven sind hier notwendig, sp├Ąt im Jahr ist eine gute Zeiteinteilung mehr als wichtig.
Die Kletterei geht bis III, es sind aber keine IIIer Stellen frei zu klettern.
Viel T6 Gel├Ąnde, oft ausgesetzt, l├Ąngere schrofig/br├╝chige Stellen erfordern perfekte Trittsicherheit und ein gro├čes Ma├č an Vorsicht.
Alle schweren Stellen sind mit Trittb├╝geln/Drahtseil gut gesichert.
Meist guter Fels, aber auch viel br├╝chiges Gel├Ąnde, NICHT unter gut 6 STD. zu schaffen.
Viele Sicherungsm├Âglichkeiten vorhanden.
Keine Unternehmung f├╝r schwache oder unsichere Leute.
***** obligatorisch. :-)

Es gibt von dieser Tour noch einen sehr guten Bericht auf: HIKR.ORG von TEF mit vielen sch├Ânen Bildern.
Lohnt sich, da mal reinzuschauen.

Kurioserweise wird die Tour meist von der Zugspitze zur Alpspitze aus unternommen, uns sind einige Leute entgegengekommen, wir waren in dieser Richtung die einzigen.
Viele waren verwundert, da├č es Leute gibt, die diese Tour von der Alpspitze aus angehen, seltsame Sache....

Verhältnisse
am Tag der Tour:
(Wetter, Temperatur, Schneehöhe...)

Nochmal ein absolutes Traumwetter, das man unbedingt ausnutzen mu├čte.
Es sollte ja deutlich schlechter werden.....

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