Basisfakten zu der Route Nr.: 460
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Region:   Karwendel
Tour:   Wandern
Gipfel / Ziel:   Dristkopf
Höhe:   2005 m
Ausgangspunkt:   Pertisau
Endpunkt:   Pertisau
Datum:   01.06.2008
Personenanzahl:  1

Dristkopf - Anfang der Forststrasse
Dristkopf - Diesen Hang hoch
Dristkopf - Am Kar angekommen
Anfang der Forststrasse Diesen Hang hoch Am Kar angekommen


Die Route mit eigenen Worten:

Für die Richtigkeit der Angaben bzw. für Unfälle aufgrund fehlerhafter Beschreibungen kann keine Haftung übernommen werden!

Routen-
Beschreibung:

Mein AV F├╝hrer beschreibt eine Aufstiegsroute ├╝ber "die rechte der Rinnen, die duch den S├╝dosthang herabziehen". Das war mir nie klar, weil einigerma├čen gangbare Rinnen sieht man eher im Ost-, nicht im S├╝dosthang des Berges. Letzte Woche habe ich die Routenbeschreibung von ADI hier gefunden (http://www.stein-und-schnee.de/ziel.php?id=436) und dann wollte ich es versuchen.

Aufstieg: Vom geb├╝hrenpflichtigen Parkplatz am Eingang der Mautpflichtigen Karwendelstra├čen in Pertisau auf der linken geteerten Stra├če ins Falzthurntal und kurz darauf auf der Schotterstra├če ins Dristenautal. Ich habe meine Schritte gez├Ąhlt, um den von ADI genannten Karrenweg nach 1 Km zu suchen. Schon nach nur verd├Ąchtigen 500 m, an einer leichten Linkskurve, war rechts ein Karrenweg und bald rechts nicht eine H├╝tte, sondern eher ein Schuppen/Wildf├╝tterungsstelle. Danach habe ich keine richtig einladende Aufstiegsm├Âglichkeit gefunden, deswegen bin ich zur Schotterstra├če zur├╝ckgekehrt und habe die im AV F├╝hrer erw├Ąhnten Rinne gesucht. Nach etwa weiteren 500 m war rechts ein abgeholzter Hang mit einer Rinne dar├╝ber. Da bin ich aufgestiegen. Im unteren Teil war die Rinne noch gut gangbar, nach oben immer steiler und heikler. Am oberen Ende der Rinne konnte ich irgendwie zum Wald dar├╝ber hinausklettern. Im Wald war es noch sehr steil, aber gut gangbar. Auf ca. 1350 m habe ich pl├Âtzlich einen roten Pfeil auf einem Baum gefunden. Etwas misstrauisch wegen der diezbez├╝glichen Bemerkung von ADI, aber weil der Pfeil nicht in Richtung S├╝den zeigte, habe ich diese Route genommen. Und siehe da, da war tats├Ąchlich so etwas wie ein Bergsteig und immer wieder rote Markierungen auch noch. Auf ca. 1450 m findet man sogar ein Drahtseil, das nicht mal 5 Jahre alt sein muss, und ein paar k├╝nstliche Stufen. Da war ich schon weniger misstrauisch. Der Steig wendet sich allm├Ąhlich nach Norden und eine Weile sp├Ąter befindet sich man ganz klar auf der Nordseite des Berges. Auf der anderen Talseite sieht man nicht etwa den Achensee, sondern die Montscheinspitze, Hohe Gans usw. Nach einer Weile gibt es keine roten Markierungen mehr, aber der Steig ist gut erkennbar. Es geht steil in Serpentinen durch den Wald hinauf, sp├Ąter noch steiler und stellenweise matschig durch das Geb├╝sch. Auf ca. 1730m kommt man aus den Latschen und man quert nach links einen schrofigen Hang, an dessem linken Ende man wieder eine rote Markierung und ein kurzes St├╝ck Drahtseil findet. Zwei Minuten sp├Ąter ist man schon im Dristkar, den man in Richtung S├╝den quert. Hier erst sieht man den Gipfel! Nach dem Kar in Serpentinen auf Ger├Âll und Schrofen etwas m├╝hsam aber unschwierig bis zum Gipfel.

Abstieg: Auf der gleichen Route bis zum roten Pfeil auf 1350 m. Es war mir klar, dass der Steig nicht einfach so aufh├Âren konnte und tats├Ąchlich ging der Steig weiter hinab. Auf ca. 1240 m war noch ein roter Holzpfeil an einem Baum. Der Pfeil zeigte in Richtung S├╝den und ich habe mich an den "Verhauer" von ADI erinnert. Bei n├Ąherer Betrachtung habe ich festgestellt, dass der Pfeil mit nur einem Nagel und einer Schnur befestigt war, mit der Folge, dass man den Pfeil hoch und runter bewegen konnte. Der Pfeil war so angebracht, dass er etwas nach oben zeigte, und so kann ich mir erkl├Ąren, dass ADI den Pfeil f├Ąlschlicherweise als Wegweiser f├╝r den Aufstieg genommen hat. Ich glaube, der Pfeil ist eher als Wegweiser f├╝r den Abstieg gedacht, dann stimmt die Richtung. Ich habe den Pfeil etwas verschoben, damit er deutlicher nach unten zeigt. Auf ca. 1200 m habe ich aber den Steig verloren. Ich bin einfach direkt bergab durch den lichten Wald abgestiegen, dann nach links durch einen abgeholzten Waldhang bis ich auf ca. 1100m etwas ├╝berrascht auf eine Forststra├če gesto├čen bin. Die Forststra├če endete dort in einer Art Wendeplatz. Auf der Forststra├če in Richtung Osten bis Nordosten, 5 Minuten sp├Ąter an einer Kreuzung links (gerade aus ging es bergauf) und 5 Minuten sp├Ąter war ich auf der Fu├čg├Ąnger- und Radstra├če im Falzthurntal.

Fazit: Den von ADI beschriebenen Steig gibt es tats├Ąchlich, nur er ist im unternen Bereich schwer zu finden (die "W├Ąscheleinen" sind aber nicht mehr da). Am einfachsten finden man den Steig, wenn man die im Abstieg erw├Ąhnten Forststra├če nimmt (siehe Foto 1), dieser bis zum Ende am "Wendeplatz" folgt, dann links den abgeholzten Hang bis zu einem J├Ągerunterstand, dahinter in den Wald und gleich in Falllinie nach rechts aufsteigt (siehe Foto 2), bis man auf den Steig st├Â├čt (hier im Zweifelsfall eher rechts halten). Danach ist alles einfach.


Verhältnisse
am Tag der Tour:
(Wetter, Temperatur, Schneehöhe...)

Gutes, warmes Wetter, am Nachmittag immer mehr Wolken. Schnee war nur im Kar zu finden, dort kann man unproblematisch im unteren Bereich des Kars queren bzw. beim Abstieg auf dem Schnee abfahren.


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