Basisfakten zu der Route Nr.: 1109
...eingetragen durch: hefra

Region:   Mieminger Kette
Tour:   Klettern: bis III
Gipfel / Ziel:   Westl. Mitterspitze (bei ca. 2400m Abbruch der Tour)
Höhe:   2693 m
Ausgangspunkt:   Obermieming
Endpunkt:   Obermieming
Datum:   09.05.2011
Personenanzahl:  1

Westl. Mitterspitze (bei ca. 2400m Abbruch der Tour) -
Westl. Mitterspitze (bei ca. 2400m Abbruch der Tour) -
Westl. Mitterspitze (bei ca. 2400m Abbruch der Tour) -


Die Route mit eigenen Worten:

Für die Richtigkeit der Angaben bzw. für Unfälle aufgrund fehlerhafter Beschreibungen kann keine Haftung übernommen werden!

Routen-
Beschreibung:

Von Obermieming (Gasthof Post) mit dem
Rad auf Weg Nr.12 rechts entlang des
Stöttlbaches bis zum Abzweig (nochmal
rechts -----------> gelbes Schild) in
Richtung Gacher Blick und zum Ende der
Forststraße (ab Abzw. steilere Kehren).
Nun zu Fuß auf dem Pfarrer-Kathrein-
Steig, bis dieser einen Rechtsknick aus
der Schuttreise heraus zum Gachen Blick
macht. Dem Knick nicht folgen, sondern
geradeaus mühsam/steil die Neualblreise
emporquälen (rechte Seite zw. Schafkopf
und Alblesköpfen). Über dem oberen der
Alblesköpfe dann nach links zur breiten
Rinne queren,die Neualblreise u. Kleine
Schoß verbindet. Nächstes Ziel ist der
Treffpunkt der beiden Schoßkopfgrate,
der fast wie ein eigenständiger Gipfel
wirkt. Dabei zunächst "frei Schnauze"
linkshaltend durch die breite Rinne
(I und Gehgelände) an den Aufbau des
Treffpunktes der Schoßkopfgrate heran,
den Grat des östl. Schoßkopfs erklimmen
(bis II) und über diesen auf den Treffpunkt
ansteigen (bis II, brüchig). Der Plan sieht
nun vor, über den vereinigten Grat der
Schoßköpfe zur westl. Mitterspitze zu
klettern. An die Brüchigkeit, so denke
ich, ist man langsam gewöhnt und viel
Höhe auch nicht mehr zu machen. Leider
muss ich mich eines Besseren belehren
lassen, denn was nun folgt, sind die
brüchigsten und auch substanzlosesten
Gratstellen, die ich je gesehen habe.
Z.T. ist der Grat nur 30-40cm breit,
links u. rechts ausgebrochen,splittrig
u. von dieser gelblich/rötl. Färbung,
die den extrem brüchigen Mitterturm
auszeichnet (man wird immer wieder
Ohrenzeuge; der Mitterturm lässt es
ordentlich krachen). Die erste dieser
Stellen kann ich "reitend" überwinden,
aber bei der zweiten wird mir klar,dass
das hier kein Spaß mehr ist.Das Gestein
bröselt unter den Händen weg,eventuelle
Umgehungen von Gratstellen sind genauso
heikel bzw. unmöglich; die Vernunft rät
schweren Herzens zur Umkehr. Auf der
Mitte des Vereinigungsgrates drehe ich
um (gut sichtbar schon das Gipfelkreuz
der westl. Mitterspitze) und entscheide
mich für`s Weiterleben. Das Wenden auf
dem Grat wird nochmal ein Balanceakt,
aber es ist noch nicht zu spät und auf
keinen Fall zu früh dafür. Wer etwas
Erfolgreiches von den Mitterspitzen
lesen möchte, dem empfehle ich Tour
Nr.971 (Adi). Es geht eben auch anders.
Rückweg wie Hinweg.Trotz des Scheiterns
mitunter schöne Tour, vor allem zw.
Neualblreise und Treffpunkt der Grate
(freie Routenwahl, unter Prüfung jedes
Griffs z.T. Genusskraxelei im II.Grad).
Für Liebhaber der Einsamkeit.


Verhältnisse
am Tag der Tour:
(Wetter, Temperatur, Schneehöhe...)

Wolkenlos; in der Sonne über 30°C;
Restschneefelder in der Neualblreise
taugen ganz gut zum Abfahren (das
grobe Geröll allerdings nicht !).
Die Schwierigkeiten übersteigen den II. Grad
nicht, jedoch ist der Schoßkopfgrat ziemlich
ausgesetzt und von seiner Begehung auf Grund seiner Beschaffenheit dringend abzuraten.



Schließen